Sprachstörungen

Kindliche Sprachentwicklungsverzögerung und -störungen

Sprachliche Leistungen wie Sprachverständnis, Wortschatz, Laut- und Satzbildung sind nicht altersgerecht entwickelt. Dies tritt häufig in Verbindung mit auffälliger visueller und/oder auditiver Wahrnehmung sowie beeinträchtigter Motorik auf. Kindliche Sprachentwicklungsverzögerungen und –störungen haben Einfluss auf die gesamte Entwicklung eines Kindes.

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Sprache zu verstehen, sie schließlich selbst sprechen zu lernen, in ihr zu denken und so die Welt wahrnehmen, entdecken, Zusammenhänge erkennen zu können – all das sind Aufgaben in der Sprachentwicklung eines jeden Kindes. Sie unterliegt vielen inneren und äußeren Einflüssen und muss deshalb sehr behutsam unterstützt werden. Treten Störungen auf, sollte zügig und gezielt gehandelt werden. Sprachentwicklungsprobleme wachsen sich nicht aus! Frühzeitige, zielgerichtete Unterstützung kann helfen, Fehlentwicklungen aufzuhalten oder zu korrigieren. Unter Beachtung aller beeinflussenden Faktoren erarbeiten wir systematisch und schrittweise die Meilensteine in der Sprachentwicklung des kleinen Patienten. So kann es gelingen, das individuelle Entwicklungstempo und die Besonderheiten jedes Kindes zu beachten. Das rechtzeitige, gezielte Anregen gesunder Entwicklungsschritte steht bei uns im Vordergrund – unabhängig vom Alter des kleinen Patienten!

Aphasie

Der Verlust oder die Störung der bereits ausgebildeten Sprache infolge einer Hirnschädigung bzw. eines Schädelhirntraumas (z.B. durch Schlaganfall oder Unfall) führt zu einer meist plötzlichen, aber auch schleichend möglichen Veränderung der Sprache. Eine Aphasie ist keine Denkstörung!

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Aphasie (wörtlich übersetzt »Sprachverlust«) entsteht, wenn bestimmte Bereiche des Gehirns verletzt werden. Es kommt dann zu mehr oder weniger starken Beeinträchtigungen der sprachlichen Fähigkeiten. Unsere Sprache umfasst vier Leistungsbereiche:

Verstehen

Sprechen

Lesen

Schreiben

Es kommt fast nie zu einem völligen Verlust der gesamten Sprache. Bei einer Aphasie sind aber meist alle vier Bereiche mehr oder weniger gestört. Die Sprache ist zwar noch „im Kopf gespeichert“, kann aber nicht mehr so leicht abgerufen werden wie bisher oder ist „durcheinander“ geraten.

Eine Aphasie ist eine sehr komplexe neuropsychologische Störung. Sie tritt bei jedem Patienten sehr individuell auf und lässt sich deshalb nur bedingt mit der Aphasie eines anderen Patienten vergleichen. Dennoch gibt es einige Gemeinsamkeiten, die eine oberflächliche Einteilung der Aphasien gestatten: so werden z.B. flüssige und unflüssige Aphasien unterschieden, um die Fähigkeit des spontanen Sprechens widerzuspiegeln. Andere Unterscheidungen richten sich eher nach dem am schwersten betroffenen Leistungsbereich des Patienten. (Motorische / sensorische Aphasien)

Aufgabe der logopädischen Behandlung ist es, Menschen mit Störungen der Wortfindung, des Sprechens, des Lesens, des Schreibens, der Artikulation, des Satzbaus und/oder des Sprachverständnisses zu helfen, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern und ihre Kommunikationsfähigkeit wieder aufzubauen. Dabei beachten wir die individuellen Besonderheiten des Patienten (Alter, Beruf, Interessen, Gewohnheiten) ebenso wie seine Lebenssituation (Familienstand, Wohnsituation/ Lebensumfeld). Wir beraten und beziehen die Angehörigen selbstverständlich ein, wenn es möglich und sinnvoll ist.

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