Wahrnehmungsstörungen

Die Umwelt mit allen Sinnen erspüren, begreifen, sie hören, tasten, schmecken, riechen können ist die Grundlage dafür, sie verstehen und mit ihr in Kontakt
kommen zu können. Diese Fähigkeiten reifen von klein auf allmählich und bilden
die Voraussetzung für eine gesunde Sprach- und Denkentwicklung eines Kindes.

Störungen in diesem Bereich zeigen sich meist auch in Sprachentwicklungs-
problemen.

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Die prägende Phase der kindlichen Wahrnehmung beginnt schon im Mutterleib. Bereits Embryonen nehmen Reize von außen wahr und reagieren darauf. Schon ab dem ersten Lebenstag erfahren Säuglinge mit all ihren Sinnen die Umwelt und werden durch sie geprägt. Sie passen sich diesen Einflüssen an, treten so mit der Umwelt in Kontakt.

In vielen kleinen Schritten, durch unermüdliches Probieren, Erfahren und Erspüren, mit allen Sinnen erobert sich ein Kind die Welt. Dies geht um so besser, je wohler es sich dabei fühlt. Ist ein oder sind mehrere Sinne gestört oder gelingt ihre Verknüpfung nicht sicher, können Reize nur unvollständig oder gar nicht aufgenommen, verarbeitet und auf sie reagiert werden. Die Welt bleibt dann ein Rätsel.

Bewegungsempfinden, Tasten, Fühlen, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken – je mehr Sinne am Erkennen beteiligt sind, desto sicherer ist das „innere Bild“ z.B. von einem Gegenstand. Wiederholen sich diese Sinneseindrücke und werden mit Sprache verknüpft, entsteht wie von selbst das so notwendige „Begriffslexikon“, in dem jede Bezeichnung mit einer genauen Vorstellung gekoppelt ist. Dann erst weiß ein Kind wirklich, was ein Wort bedeutet. Erst dann muss es den gemeinten Gegenstand nicht mehr vor sich haben - das Kind hat sich ein „Bild“ gemacht und es verinnerlicht. Das geschieht nicht nur mit Wörtern für Gegenstände, sondern auch mit denen für Tätigkeiten, Eigenschaften, Empfindungen usw. Sogar die Eigenwahrnehmung, das Erleben, Erkennen und Begreifen des eigenen Handelns entwickelt sich auf diese Weise. Nur so kann sich Sprache in all ihren Dimensionen entwickeln - und mit ihr das Denken.

Je wacher und neugieriger ein Kind ist, je mehr Erfahrungen es sammelt, je intensiver und vielseitiger es seine Sinne beim Spielen und Begreifen einsetzen kann und sie so schärft, desto leichter fällt ihm das Lernen.

„Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre.“ (Arabisches Sprichwort)

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